Der Boxer

Rowolth Verlag

Der Übersetzer: Olaf Kühl

Premiere: Oktober 2016

D

Jakub Shapiro ist ein hoffnungsvoller junger Boxer und überhaupt sehr talentiert. Das erkennt auch der mächtige Warschauer Unterweltpate Kaplica, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung bringen das Imperium Kaplicas in Bedrängnis; er kommt in Haft, als ihm ein politischer Mord angehängt wird. Im Schatten dieser Ereignisse bricht ein regelrechter Krieg der Unterwelt los. Jakub Shapiro muss die Dinge in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde wie Verräter vor, beginnt – aus Leidenschaft und Kalkül – eine fatale Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts, muss zugleich seine Frau und seine Kinder vor dem anschwellenden Hass schützen – und nimmt immer mehr die Rolle des Paten ein.


Der Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster, seine Verletzlichkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau: Der Boxer ist grandios angelegt und fast filmisch erzählt, ein Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern. Ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine eruptive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.


Für die deutsche Übersetzung von Der Boxer wurde Olaf Kühl mit dem Helmut-M.-Braem-Preis 2018 ausgezeichnet.

Grossartige Literatur, ein Fest der Sprache, ein Tanz auf dem Vulkan, ein raffiniertes Spiel mit der Erzählperspektive, eine Galerie farbiger, stark konturierter Figuren.

Tages-Anzeiger

Ein großes Lesevergnügen ... Der besonderen Aura dieses raffiniert konstruierten und sprachlich virtuosen Buchs kann man sich kaum entziehen.

Deutschlandradio, Buch der Woche

Hamburger Abendblatt

Ein herausragendes Werk ... Twardochs Roman ist von ähnlicher Wucht wie die Schläge seines schwergewichtigen Helden Jakub Shapiro.

Der Boxer ist ein kühner Wurf, wuchtig, zuweilen surreal, eine Mischung aus Historienroman und Krimi noir, vielschichtig, intensiv und verstörend ... Twardoch ist einer der faszinierendsten und aufregendsten Erzähler unserer Zeit.

Buchkultur

Ein wildes Buch, ein verrücktes und ein weises Buch, ein Buch aber auch voller Grausamkeiten, denn es handelt von Boxern, Gangstern und Monstern .... Es hat also alles, was man von einem guten, einem sehr guten Roman erwarten kann.

WDR 5

Mit Szczepan Twardoch ist Polen zurück auf der Bühne der Weltliteratur.

Die Welt

Twardoch überzeugt mit packenden Dialogen, kompositorischer Finesse, mit einem Spannungsbogen, der bis ans Ende trägt, und einer verstörenden Geschichte.

Neue Zürcher Zeitung

Twardoch kann verschiedene Sachen sehr, sehr gut: Er kann actionreich erzählen, er kennt sich in der Genre-Literatur aus, es ist packend und mitreißend, er widmet sich den großen Verheerungen des 20. Jahrhunderts, und er tut das auf eine absolut spielerische und unbefangene Art und Weise.

Katharina Teutsch

Bravouröse Romanphantasie über die polnisch-jüdische Unterwelt der Zwischenkriegszeit ... hochspannend.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Twardochs Darstellungen der einzelnen Figuren, Stimmungen und politischen Strömungen sind präzise, bildhaft und ekstatisch, ja dem Wahn nahe. Twardoch bleibt sich stilistisch treu und hat nun schon den dritten außergewöhnlichen und exzellenten Roman in Folge geschrieben.

Rolling Stone